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08.01. - 15.01.2022

Belalp Hexe

Hexenabfahrt

Mini-Maxi Hexe

Super Drei

Sponsoring

Die Belalp Hexenabfahrt

Jedes Jahr im Januar erschüttern markdurchdringendes Geschrei und grauenhaftes Gekicher die Region Blatten-Belalp. Die malerische Ferienregion am UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch ist dann jeweils fest in Hexen-Hand. Die schnellsten Rennfahrer absolvieren die 12 Kilometer lange Strecke vom Hohstock auf 3118 Meter über Meer hinunter nach Blatten auf 1322 Meter in abenteuerlichen 10 Minuten. Gemütlicher nehmen es die Hexengruppen. Mit grünen Köpfen, krummen Nasen und lauten Gekreische fliegen die Hexen auf ihren Besen Richtung Tal. Zwischendurch stellen sie ihre Besen in den Pulverschnee und verwöhnen die Zuschauer mit Speis und Trank aus ihren Rucksäcken. Nicht wenige Gruppen erscheinen nicht vollzählig im Ziel, weil sich hin und wieder Hexen auf den weissen, schneebedeckten Pisten der Belalp verfliegen oder aber wegen des einzigartigen Panoramas nicht mehr aus dem Staunen kommen.

Weitere Informationen zur Belalp Hexenabfahrt

  • Die rund 1500 Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer und Besucher aus der Schweiz und dem nahen Ausland verwandeln am Abend das beschauliche Dorf Blatten in einen Hexenkessel und feiern die schaurig schönen Witches Nights bis in die frühen Morgenstunden.
    Für die Nachwuchs-Hexen startet das Rennen bereits eine Woche vor dem eigentlichen Anlass. Beim Mini-Maxi Rennen versuchen die Kinder zusammen mit einem Erwachsenen die verkürzte Rennstrecke möglichst schnell zu absolvieren. Die Mini-Hexen hingegen verkleiden sich und die schauerlichsten Mini-Hexen werden prämiert. Bis zur „grossen“ Hexen Abfahrt am Samstag findet während der Woche verschiedene Vorbereitungs-Rennen statt. Am Freitag wird in Blatten der Scheiterhaufen angezündet und die Belalp Hexe offiziell eröffnet. Die alte Tradition des Hexentanzes wurde neu wieder ins Programm aufgenommen und war ein Highlight der diesjährigen Belalp Hexe. Eine der wenigen Änderungen, die das OK rund um Präsident Sebastian Truffer vorgenommen hat. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Belalp Hexe ist einer der grössten und beliebtesten Winter Events des Wallis

  • Doch wie kam der Anlass zu seinem Namen? Er geht auf eine alte Sage zurück, die man sich wie folgt erzählt:
    Im Hegdorn, im Natischerberg, lebte einst, so wird erzählt, eine Hexe, die mit einem braven Manne verheiratet war. Zu Zeiten wohnte die Hexe auch in „Aletsch“. Sie pflegte vertrautere Bekanntschaft mit einem Stridel, der in „Birgisch“ zu Hause war. Wenn sich nun diese Verliebten Besuche machen wollte, so nahmen sie die Gestalt von schwarzen Raben an und flogen so zusammen. Diese Raben sah man darum oft auf- und abfliegen, wie noch in heutigen Tagen, nur mit dem Unterschiede, dass damals solche Raben Hexen und Stridel waren, jetzt aber nur noch gewöhnliche Vögel.

Unsere Hexe hasste unter solchen Umständen ihren frommen Mann sehr; konnte ihm aber nie was Leides zufügen. Da geschah es, dass die Hexe in Aletsch sich Suppe kochen wollte. Sie setzte Pfanne und Butter aufs Feuer und erinnerte sich eben, dass sie noch keinen Knoblauch zur Hand hätte. Schnell eilte sie nach Naters hinab, und holte sich das nötige Kraut in einem Garten. Als sie auf der Rückreise nach Blatten kam, sah sie ihren verhassten Mann eben auf einem Baume schwarze Kirschen lesen. Als Rabe flog sie gleich auf die Spitze des Kirschbaumes und sandte ihrem aufblickenden Manne – er hatte zum Unglück eben unterlassen, zu Mittag den englischen Gruss zu beten – Kot in die Augen herab, dass er blind vom Baume stürzte und starb. Die Hexe aber ging nach Aletsch zurück und kochte ihre Suppe ruhig fort. Da ging dann doch der wohlweisen Obrigkeit die Geduld aus. Die Hexe wurde eingefangen und angeklagt wegen des häufigen Rabenfluges und des Mordes an ihrem Manne in Blatten, während sie in Aletsch Suppe kochte. Vermutlich hat sie auf der Folter alle diese Verbrechen eingestanden, denn der Richter verurteilte sie nach damaligen Strafrechte zum Scheiterhaufen. Die Sünderin wurde im Hegdorn verbrannt, wo man die Richtstätte noch jetzt „Hagsch-Schädji“ heisst.

  • Jahrhunderte später hat der Skiclub Belalp zu Ehren des Mannes diese Hexenabfahrt ins Leben gerufen. Aus überlieferten Quellen starb der Mann auf dem Kirschbaum im heutigen Zielraum in Blatten.

  • Der Anlass macht nicht nur als Teilnehmer Spass. Auch als Zuschauer ist die Belalp Hexe sehr attraktiv und spannend. Zum einen, weil sich die Hexen-Gruppen meist sehr spendabel mit allerlei Gebräu zeigen und zum anderen, weil die Belalp zu den schönsten und attraktivsten Skigebieten des Wallis zählt. Von Brig aus erreicht man die neu erbaute Gondelbahn in Blatten in 15 Minuten. Vorbei die Zeiten, als man an der Talstation längere Zeit anstehen musste. Ein Highlight ist die Aussicht beim Hotel Belalp auf dem Aletschbord. Neben dem atemberaubenden Panorama mit Sicht auf die Giganten der Walliser Alpen, inklusive Matterhorn, hat man hier freien Blick auf den Grossen Aletschgletscher und Teile des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.

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